
Hej Leute,
Das damalige Lehrstuhlteam, also noch ohne Martin, dafür mit unserem mittlerweile promovierten Daniel und Athi mit Familie machte sich an einem Mittwoch nach Österlen auf. Das erste Ziel war der Nationalpark Stens Huvud (Stens Kopf) Nachdem die kleine Kowi, Athis Tochter (3 Monate alt) wollte bei unserer Ankunft erst mal gewickelt werden. Dann ging es hinunter zum Meer, wo ein alter Aalfischer seine Hütte hat. Auf einer Bank gab es dann Daniels Kaffee und den von mir mitgebrachten Marmorkuchen (ein Tassenrezept aus dem Internet, das mir natürlich prompt zusammengesunken ist. Dem entsprechend peinlich war es mir als die Schweden ihn gelobt haben und das Rezept wollten. Aber da ich nicht genug Zutaten für einen zweiten hatte blieb mir nix anderes übrig als ihnen diesen Scheiterhaufen zu kredenzen. Naja, typische Schwedische Höflichkeit eben. Danach sind wir dann auf die Hügel marschiert, die der gemeine Schwede stolz Berg nennt. Nachdem wir die Aussicht nach Süden auf dem Västerhuvud genossen hatten liefen wir ohne die Inder und Ola, die mit dem Auto folgten über den Norrahuvud nach Kivik, einem Fischerdorf, dass für seinen Apfelsaft und –wein und seine Aalfischerei bekannt ist. In Äpplens Hus, dem Apfelmuseum des Ortes haben wir uns dann angesehen wie echter Apfelsaft gemacht ist, einhundert verschiedene Apfelbäume und die ältesten Apfelbäume Schonens angesehen und auch dem Cider zugesprochen. Rosenquitten und Sanddorn, Maulbeere und Tranbeere sind neben verschiedenen Äpfeln übrigens auch noch zum Saften angebaut.
Dann ging es mit den Autos zum Hafen, wo Ola eine große Menge Fisch gekauft hat, den wir dann in seinem Sommerhaus auch gleich vertilgt haben. Danach folgte eine Partie Cube (Holzklotz-Zielwurf-Spiel aus Gotland) im Garten und einer Partie am Strand, bei der ich natürlich im entscheiden Moment daneben geworfen habe, weswegen wir verloren haben L.
Auf dem Weg zurück zu Olas Stuga, die übrigens voll von selbstgemalten Bildern seiner Tochter Hedda (9) hengt, hat er uns dann über die Rolle der Schweden im zweiten Weltkrieg erzählt. Hoch interessant! Dann hat Daniel im Garten Holz gespalten. Als gelernter Schreiner hat er sich das nicht nehmen lassen und wir haben Zeugen Jehovas gibt, die an der Tür klingeln. Als Athi dann gegrillt hat (In 3 Jahren Schweden vom Vegetarier zum Barbecuemeister) hatten wir am ende für 7 Carnivoren 20 Hamburger und 10 Kotletts. Dazu gab es zwei verschiedene Kartoffelsalate von Nanna und Knabberzeug von Dina. Siwa (Athis Frau) hat für die Vegetarier und Moslem-Fraktion für entsprechendes Futter gesorgt. War natürlich auch wieder superlecker. Danach folgte eine Diskussionsrunde zum Thema Nationalsstolz und die Heimfahrt nach Lund. Am nächsten Tag haben wir uns die Reste in der Uni noch mal schmecken lassen. Besonders gespannt sind wir alle noch auf die Schwarz-Weiß-Bilder, die Magnus den ganzen Tag mit seiner neuen Spiegelreflexkamera geschossen hat.
