Mittwoch, 19. September 2007

Fahradkauf in Malmö


Hi Leute.

Ich wollt Euch eigentlich schon lange mal erzählen, wie es gekommen ist, das dieses schöne Fahrrad meines geworden ist.

Also, vor 2 Wochen habe ich beschlossen, nachdem ich zum 2. Mal in die Stadt gerannt bin weil mir der Buss weggefahren ist und ich einfach unabhängiger sein wollte und es auf die Zeit gerechnet wohl doch billiger ist, dass ich ein Fahrrad brauche. Schon unter der Woche habe ich versucht ein gebrauchtes in Lund zu erstehen, aber das is schier unmöglich. Die Gurken, die es gibt kosten ein Vermögen und taugen einfach gar nix. Die Nachfrage ist in einer Stadt mit 30.000 Studenten einfach viel zu groß.

Also hab ich mit der Miriam aus dem Erzgebirge einen Ausflug nach Malmö gemacht. Mit gelben Seiten und Stadtplan bewaffnet sind wir dann losgezogen. haben den Store Torg mal ohne Konzert drauf gesehen und die Innenstadt erkundet.

Am vom Bahnhof aus gesehen anderen Ende der Fußgängerzone (Triangeln) haben wir dann das erste mal in den Stadtplangeschaut und ein paar Fahrradläden lokalisiert. Frohen Mutes zogen wir los. Zunächst natürlich in Richtung Synagoge, weil gleich den richtigen Weg nehmen kann ja jeder. Als wir dann unseren Irrtum bemerkt hatten und die durchaus beachtliche Strecke zum Fahrradladen zurückgelegt hatten, hatte dieser seit 10 Minuten zu. Also sind wir weiter zum 2. auf unserer Liste. Laut Stadtplan war die Straße auch nur zwei Querstraßen weiter und alles hätte wunderschön sein können hätten wir nicht zu Nr. 23 gemusst. Der Nobelvägen kreutzte zwar genau da wo wir ihn vermuteten allerdings bei Nr. 140. 3 km später erreichten wir dann relativ hungrig, weil gerade Mittag war, den Fahrradladen. Er hatte noch offen und ich kaufte das obige Rad,das billigste im Laden. Immerhin ist es gut in Schuss und fährt. Im Vergleich zu meinem Achsbruchpatienten in Deutschland durchaus bemerkenswert. Danach wurde der Hunger in einer Pizzeria gestillt und wir machten uns auf in den Kungsparken (Euch vielleicht aus Wallanders erstem Fall ein Begriff). Der Versuch sich dann auch noch die Festung Malmöhus zu Gemüte zu führen scheiterte an deren Öffnungszeiten. Also verbrachten wir den Rest unseres Aufenthalts am Hafen (als wir ihn endlich gefunden hatten, da Miriam den Stadtplan verloren hatte) und guckten einen Trimaran beim anlegen zu.

Als wir dann, mit dem gefundenen Fahrrad und eigentlich auch dem restlichen Tag ganz zu frieden mit dem Zug im Veierabendverkehr in Lund eintrudelten is dann gleich mal das Licht kaputt gegangen. Mittlerweile hab ich eines mit Batterie. Trotzdem war der Tag gelungen.

Hoffe ihr müsst auf meinen nächsten Post nicht so lange warten wie auf diesen. Genug zu erzählen hab ich auf jeden Fall. Viele Grüße an alle!

Donnerstag, 6. September 2007

Exkursion nach Österlen

Hej allihopa!

Am Freitag vor 2 Wochen war Willkommensparty für Austauschstudenten. Vorbereitet wurde das Ganze durch ein Brönnboll-Spiel mit der Mentorengruppe zum Vorglühen. Insgesammt keine schlechte Veranstaltung. Schnell hatte sich ein deutsch-österreichischer Tisch gebildet. Der Abend endetet dann in der Gründung der DSA-Gruppe Lund mit Miriam aus dem Erzgebirge und Serena aus Mantova (Italien), die auch in meinem Schwedischkurs war. Leider hat uns dann noch Kriseldis (Düsseldorf) aus dem Sprachkurs erklärt, dass sie am nächsten Tag nach Hause fahren muss, weil sie sich ein Bandscheibenproblem zugezogen hat, das in Schweden nicht behandelt werden kann. Naja, es wurde später und am nächsten Tag sollte ja der von der Uni organisierte Ausflug nach Österlen (Küstenlandstrich in Südostschonen zw. Ystad und Simrishamn)stattfinden.

Prompt hab ich verpennt und mir is der Stadtbuss vor der Nase davongefahren. Es war schon 8:40 und ich musste um 9:00 am Dom sein, wo der Buss der Uni losfuhr. Nachdem der nächste Stadtbuss erst eine Stunde später kommen sollte blieb mir nix anderes übrig als die 5 km zum Dom zu rennen. Kurz davor mir die Cola des Vortages noch mal durch den Kopf gehen zu lassen kam ich dort an. Gerade schaffte ich es noch den Buss zu erreichen. Neben mich setzte sich Tamás, ein ungarischer Chemieingeneur und Hobbyornithologe. Mit ihm und ein paar Grazer Chemikern kam ich ins Gespräch.

Erstes Ziel des Ausflugs war Ales Stenar, das Schwedische Stonehenge. Einige von Euch waren da ja auch schon. Vor mehr als 1000 Jahren haben hier Wikinger eine Schiffssetzung gebaut, die auch als Kalender dienen kann. Das ganze liegt außerdem relativ exponiert, wodurch immer ein ziemlich starker Wind weht.

Nachdem wir für den Schweizer Patrick etwas Vegetarisches zu Essen gefunden hatten (Eine Leistung im Fischräucherei-Dorf Kåseberga)ging es weiter nach Glimmingehus. Eine Festung, die noch im Originalzustand von 1499 erhalten ist. Dort liesen wir uns von einem Militärhistoriker in Mittelalterkleidung durch die Anlage führen und versuchten einen Sturm auf die Festung. Die imense Vielzahl an Fallen in dieser Festung war beeindruckend. Leider konnte die Festung nie als solche genutzt werden, denn nur 4 Monate nach Fertigstellung wurde die Kanone erfunden, womit die Dänen, die Glimmingehus gebaut haben einfach nicht rechnen konnten.

Zuhause angekommen hab ich dann Eure Poster aufgehängt und die Bilder von meiner Bude geschossen, die ich Euch letzte Woche geschickt habe.

Viele Grüße an Euch alle!

Montag, 3. September 2007

Hammerfall in Malmö


Ok, ich weiß ich bin reichlich spät dran, aber ich will Euch natürlich nicht vorenthalten, dass ich am Do, also jetzt vor 10 Tagen auf nem Hammerfall Konzert im Rahmen des Malmöfestivalen war. Ich bin gleich nach dem Schwedisch kurs hingefahren und war 2 Stunden zu früh da um auch ja ne gute Fotoposition zu haben und es hat sich gelohnt. Nachdem ich einen Döner mit Wildschweinfleich gegessen hatte (Die Schweden legen jede Form von Wild auf ihre Döner, Wilschwein macht sich da ganz gut, kostet aber leider ca. 5,50 Euro. Ich musste das trotzdem mal probiert haben und dafür war ja der Eintritt um sonst) Naja, als es dann endlich losging hatte sich so ungefähr alles zwischen 14-jährigem "Ich-bin-so-böse-weil-ich-hör-Him-und-manchmal-sogar-Heavy-Metal"-Girlie und gestandenen Alt-Rockern, die um mich versammelt und natürlich auch jede Menge echte schwedische Metaller. Letztere standen u.a. direkt hinter mir, so dass es dann auch ziemlich abging während dem Konzert. Hammerfall hat eigentlich, mal wieder abgesehen von "At the end of the rainbow" alles gespielt was Rang und Namen hat. Und je älter die Songs wurden, desto mehr haben mitgegrölt. Die Metalheadz unter Euch kennen das ja. Hab auch ein paar tolle Fotos machen können. Noch dazu is der Schlagzeuger (Anders) aus Schonen. Interessant fand ich auch, dass diesmal Oskar, also der dunkelhaarige Gitarrist, teilweise die Lieder gesungen hat. Sehr grölfreundlich, da Bass. Leider haben sie dann bei "Hammerfall" und "Hearts on fire" das Moschen (*kopf einzieh* schreibt man das so?) angefangen. Aber nachdem ich meinen Rucksack gerettet habe, war das auch kein Problem mehr. Alles in allem auf jeden Fall ein geiles Erlebnis, Hammerfall zu Hause zu sehen.