Samstag, 17. November 2007

Die Chemie stimmt


Hi Leute,

da ich in den letzten 2 Wochen keinen Ausflug gemacht habe nutze ich die Zeit und erzähl Euch mal was von den Leuten und der Arbeit im Labor und unserem Lehrstuhlausflug nach Österlen von vor 3 Wochen oder so.

Also, Olas Arbeitsgruppe (eigentlich Prof. Dr. Ola F. Wendt, aber hier sind ja eh alle per du und Vornamen) geht es ziemlich familiär zu. Sie besteht z.Z. aus Ola selbst, einem Prof, der auch gerne selber im Labor steht und sich furchtbar für Geschichte interessiert, Emmanuel aus Kempala (Uganda) einem Mann der mindestens so schräg ist, wie die Chemie die er betreibt. Wolfram- und Silber-Poly-Metall-Oxide sind interessante Clusterverbindungen. Er macht gerade seine Dr.-Arbeit und wechselt zw. Uganda und hier hin und her. Dann ist da noch Nanna. Sie ist aus Visby (Gotland) und hat mit ihrem Liganden im Moment wenig Freude, weil sie einfach nicht reagieren wollen. Dina, oder eigentlich Elmedina, unsere Bosnierin lebt seit 13 Jahren in Malmö und hat das Glück das Nanna fehlt. Ihre Liganden reagieren wunderbar mit Iridium, Rhodium und Palladium. Mit diesen Komplexen versucht sie nun die ersten Katalysen. Nanna und Dina machen hier ihre Examensarbete, also so ne Art Diplomarbeit. Außerdem wäre da Magnus, Posaunist seiner Majestät (Militärzeit in der Kavallerie-Musikgarde der Leibwache des Königs) und bald frischgebackener Doktorand zum Thema Kleinmolekülaktivierung. Im Moment arbeitet er an einem Industrieprojekt über Palladiumkatalyatoren. Unser Neuzugang Martin aus Buxtehude. Es ist schön mal wieder ein deutsches Wort im Labor zu hören. Er ist ungefähr genauso schräg wie Emmanuel, deswegen verstehen sich die beiden auch so gut, denke ich. Im Moment hilft er aus, wo er gebraucht wird. Bis vor kurzem hatten wir noch einen indischen oder genauer gesagt tamilischen Post-Doc namens Athi. Seines Zeichens frischgebackener stolzer Vater einer Tochter und zuständig für unsere Ausbildung. Er ist Kristallograph und hat auch noch an Gold, Quecksilber, Thorium und Uran sowie den Lanthanoiden rumexperimentiert, bevor ich gekommen bin. Ja, meine Goldchemie läuft zZ besser als noch vor zwei Wochen. Nach 11 Wochen Dauerlaborfrust hat es endlich geklappt. Ich habe ein Produkt! Zwar in grottiger Ausbeute aber es existiert. Die Gaschromatographie hat es bewiesen. Und nun muss ich einfach noch das System optimieren. Naja, so einfach wird es sicher nicht, aber ich bin guter Dinge das ich zu mindest am Ende in der Anorganik nicht mit leeren Händen dastehe. Ja, generell gilt es zu sagen, dass die Verfügbarkeit der Geräte enorm groß ist. Wenn man ein NMR machen will macht man eben eines. Es ist so gut wie immer frei und auch noch gut. (500MHz, 4 Kanäle…) . Auch die GC teilen wir uns nur zu dritt. Macht wirklich Spaß hier zu arbeiten. Der Rest des Departments ist auch ziemlich nett. Besondere Erwähnung verdienen dabei Emilie, Malin, Narda, Eira, Kristoffer, Ulf, Harris und Carlos.

Ich denke für den Lehrstuhlausflug fang ich noch mal einen neuen Eintrag an.

Keine Kommentare: